Schloss Radun
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließ das Adelsgeschlecht Larisch-Mönich das baufällige Renaissanceschloss abreißen und an seiner Stelle ein dreiflügeliges klassizistisches Schloss errichten. Gleichzeitig wurde ein landschaftlich gestalteter Schlosspark mit mehreren Teichen angelegt, einer der größten Schlossparks in Schlesien.
1832 heiratete Fürst Gebhard Leberecht Blücher aus Wahlstatt in Raduna. Er war der Enkel des berühmten preußischen Generalfeldmarschalls Blücher, der maßgeblich zur Niederlage Napoleons in den Napoleonischen Kriegen beitrug.
Während der Herrschaft der Adelsfamilie Blücher erhielt die Burg in Radun ihr romantisches Aussehen mit zwei Türmen. Das Schloss verfügt über ansprechend ausgestattete Gesellschafts- und Privaträume, die den Wandel im Lebensstil einer Adelsfamilie vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts dokumentieren.
Zu sehen sind außerdem die Privatgemächer der Blücher-Fürsten von Wahlstatt, die Eingangshalle, das Rauchzimmer, der Empfangssaal, das Arbeitszimmer des Fürsten sowie die Gästezimmer. Die Schlosszimmer verfügen über historische Möbel, Kachelöfen, Wand- und Deckendekorationen sowie eingelegte Parkettböden.

Im Schlosspark gibt es eine schön rekonstruierte klassische Orangerie, in der Zierblumen gezüchtet wurden. An die Orangerie-Gewächshäuser schließt sich ein Ziergarten mit einer Sammlung von fast 700 exotischen Pflanzen und Zitrusbäumen an.
Im Sommer diente die Orangerie auch als Gartensalon. Hier versammelten sich die Adligen, tranken Kaffee und Tee und es wurden allerlei Desserts für sie zubereitet. Die Edelfrauen vergnügten sich miteinander, lasen und stickten, aber es war einfach Schlossidylle.
Auch der barocke Getreidespeicher im Schlosspark wurde aufwendig instandgesetzt. Hier befinden sich die Schlossausstellung und das Besucherzentrum. Im Dorf Raduň selbst steht die Renaissancekirche der Heiligen Dreifaltigkeit und es gibt auch mehrere Teiche.
Über dem Damm des Teiches unterhalb des Dorfes wächst eine etwa 500 Jahre alte Sommereiche. Es handelt sich um den ältesten Gedenkbaum in der Region Troppau.
TIPPS ZU: AUSFLÜGE, ÜBERNACHTUNG, UMGEBENDE WASSERGEBIETE
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